Ein subjektiver Blick zurück

Ein subjektiver Blick zurück

Drei Mann sind ein Verein, dreimal sind eine Tradition. So hab ich das gelernt. Also begründe ich dieses Jahr eine Tradition, indem ich zum dritten Mal versuche, meine Gedanken zur Hinrunde zu sammeln und mittels Verschriftlichung etwas Struktur in die gedankliche Loseblattsammlung zu bekommen, die diese Saison immer noch für mich ist.

Dieses Mal möchte ich mich dabei an bestimmten Spielszenen entlang arbeiten, die mir entweder als „magische Momente“ im Gedächtnis haften geblieben sind oder die stellvertretend für bestimmte Themen stehen, die meine Erinnerung an die Hinrunde prägen.

Fünf zentrale Themen haben sich für mich herauskristallisiert.

Spieltag 11, @ Werder Bremen, Minute 39 – 1:0 durch Pléa:
„Wenn du nicht weißt, wohin mit dem Ball …“

Angesichts dessen, dass Pléa zuletzt eher auf dem Flügel spielte als zentral, möchte ich gar nicht die Geschichte vom Prinzip Mittelstürmer erzählen. Auch zum 4-3-3 wurde schon genug geschrieben. Für mich spiegelt sich das Besondere, das ich in Pléa sehe, in Toren wie diesem oder im 1:0 gegen die Bayern. „Wenn du nicht weißt, wohin mit dem Ball, einfach mal ins Tor schießen“ ist so eine Bolzplatz-Weisheit, die ich in der Hinrunde einige Male hinaus jubelte. Pléa war dabei für mich der Prototyp, aber auch Hazard mausert sich in diese Richtung. Fans anderer Vereine, die richtige „Knipser“ oder „Spieler mit Torinstinkt“ haben, kennen das natürlich, aber für mich ist das – zumindest in meiner Stadiongeschichte mit der Borussia – ein neues Gefühl: ein Spieler, der nach dem Prinzip „Ich Tarzan, du Tor“ agiert. Statt ständig zu passen und zu passen, bis die Chance verpasst ist, einfach mal den Ball im Tor parken und anschließend schauen, ob man noch einen besser positionierten Mitspieler gefunden hätte.

Dieses Prinzip hat auch seine Schwachpunkte, und auch davon hat man einige gesehen – gerade gegen Ende der Hinrunde -, aber die Eleganz, mit der Pléa den Ball in dieser Szene pflückt, die Energie, mit der er sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzt und die Lässigkeit, mit der er den Ball reinschlenzt, entschädigt doch für einiges.

Spieltag 7, @ FC Bayern München, Minute 60-70:
„Die packen wir heute.“

Auf die Minute genau kann ich es nicht festmachen, aber irgendwann zur Mitte der zweiten Halbzeit hatte ich diesen Gedanken: „Wir könnten hier noch zwei Stunden weiterspielen, die Bayern packen das nicht mehr.“ Es war keine einzelne Szene, keine besonders ge- oder misslungene Situation, sondern eher so eine Zähigkeit, die über dem gesamten Spiel lag, ähnlich wie in einem Alptraum, in dem man sich durch eine Kaugummiwand zu einem wichtigen Ort vorkämpfen muss. Wenig Bewegung, ein träger Spielfluss, vier Meter vor, drei zurück, Ballverlust, neuer Angang.

Wir waren selber schon oft in der Situation, dass ein Gegner uns auf diese Weise zusetzte und ich gleichermaßen genervt wie nüchtern erkennen musste: das wird heute nix mehr. Nur war dies eben nicht unser Alptraum, sondern der der Bayern, und ungefähr zu diesem Zeitpunkt erkannte ich gleichermaßen beglückt wie verwundert: heute ist hier unser Tag.

Jedes unserer Tore in diesem Spiel war auch auf seine Weise wunderbar, aber diese Erkenntnis und meine ruhige Sicherheit in diesem Augenblick machen dies zu einem magischen Moment der Hinrunde für mich. Die Bayern schlägt man eben nicht alle Tage, schon gar nicht auswärts und schon gar nicht so hoch. Deshalb landet dieser Sieg natürlich in meinem Poesiealbum, unabhängig davon, wie viele andere Teams in dieser Hinrunde ebenfalls groß gegen die Bayern aufgespielt haben.

Spieltag 8, vs. FSV Mainz 05, Minute 63 – 4:0 durch Jonas Hofmann:
„KA-CHING!“

Zwei Spieler hatte ich mir zu Saisonbeginn für meine Saisonspende ausgewählt – 5€ wollte ich geben pro Tor von entweder Jonas Hofmann oder Patrick Herrmann. Die Wahl war natürlich mit Hintergedanken, bezog sich auf zwei Spieler, bei denen ich der Meinung wie auch der Hoffnung war, dass noch mehr in ihnen steckte, als wir bis dahin gesehen hatten.

Zur Entwicklung von Jonas Hofmann und seiner neuen Rolle wurde von den Spezialisten genug gesagt und geschrieben, für mich persönlich ist entscheidend das glückliche Gluckern im Bauch, wenn ich sehe, wie Talent und Aufgabe perfekt zusammenpassen und sich das ewige Versprechen endlich auf dem Platz entfaltet. Es gehört für mich immer zu den wunderbarsten Momenten meines Vereins, wenn Spieler gerade in ihrer Zeit bei uns ihr volles Potenzial entwickeln und zeigen. Dies ist wieder einmal so eine Konstellation, gipfelnd in diesem magischen Moment seines bislang besten Spiels für uns.

Dass das Tor selber genauso traumhaft wie prototypisch für viele Spiele ist – mit einem messerscharfen Schnittstellenpass von Neuhaus und einem bärenstarken Sprint von Hofmann – wäre fast schon wieder einen eigenen Abschnitt wert.

Spieltag 14, vs. VfB Stuttgart, Minute 69 – 1:0 durch Raffael:
„Geduld“

Das Kopfballtor von Raffael habe ich nicht wegen seiner Schönheit oder seines Seltenheitswertes herausgesucht, sondern weil es das späteste Führungstor ist, das wir in der Hinrunde erzielt haben. Ewig hatte es 0:0 gestanden und die lange Wartezeit und die Gefühle, die mich dabei umtrieben, stehen stellvertretend für das Thema Geduld, das mir in dieser Hinrunde öfter begegnete. Im Schnitt haben wir diese Saison unsere Tore bislang eher spät geschossen und die Gegentore früh kassiert. Das war nicht immer was für schwache Nerven, und in den ersten Spielen der Saison hat mir das auch wieder das ein oder andere graue Haar beschert. Später Ausgleich gegen Augsburg, spätes 2:0 gegen Schalke, späte Tore gegen Frankfurt – das war nicht einfach, vor allem auch, wenn man aus den vergangenen Spielzeiten diese latente Unruhe mit sich herumschleppt, dass wir jederzeit in der Lage sind, selbst ein 1:0 zu verspielen, indem wir uns wahlweise selber einlullen oder Muffensausen bekommen. Zum Düsseldorfspiel (0:0 zur Halbzeit) hatte ich schon ein wenig dazugelernt, gegen Hannover kommentierte ich dann das 0:1 mit „umso mehr Zeit zurückzuschlagen“ und gegen Stuttgart war ich für meine Verhältnisse tatsächlich gelassen und genauso geduldig wie die Mannschaft, die einfach so lange verschiedene Dinge ausprobierte, bis endlich eines saß. Oder drei.

Spieltag 16, vs. 1. FC Nürnberg, Minute 8 – Matthias Ginter gegen Niclas Füllkrug
„Ruhepuls 45“

Ich bin sicher nicht die Einzige, die Andreas Christensen hinterhergetrauert hat oder noch trauert. Mein „Signature Moment“ – die typische Szene, die ich immer mit ihm verbinde – ist einer der vielen Momente, in denen er einen gegnerischen Spieler, der mit dem Ball am Fuß Richtung Tor spurtet, mehr als elegant abläuft und ihm den Ball mit einer Lässigkeit vom Fuß nimmt, die keinerlei Grätsche erfordert. Ich liebte diese Momente und ich liebte die Art, wie mein Puls auf Ruhemodus umschaltete, wenn Christensen dem Gegner hinterherjagte. Mein vegetatives Nervensystem wusste instinktiv von ganz alleine, dass keine Gefahr drohte.

Ich vermisse diese Momente immer noch, umso mehr hat mich diese Saison jede Szene gefreut, in der mir Matze Ginter oder Nico Elvedi dieses Gefühl bescherten. Es gab mehrere dieser Momente, dieser eine steht stellvertretend dafür und für das Vertrauen, das ich in diese Innenverteidigung entwickle.

Alle Innenverteidiger haben auch ihre Ausfälle gehabt, einige davon spektakulär und folgenreich, aber es gab noch keine Klatsche bislang und bis zum Einsetzen der Verletzungsmisere sah ich uns auf einem guten Weg zu einem eingespielten Defensivteam mit klaren Rollen und Routinen. Ich kann nur hoffen, dass die Winterpause ausreicht, um die Blessuren auszukurieren und dass alle Beteiligten anschließend den Faden wiederfinden und an die vielversprechenden Leistungen anknüpfen.

Volle Kraft nach vorn

Das waren sie, meine fünf Momente der Hinrunde – ich habe viel weggelasssen, es ist auch so episch genug geworden. Hazards Defensivleistung und Zweikampfstärke wäre zu erwähnen, ebenso ein halbes Dutzend zauberhafter Übersteiger von Neuhaus oder ebenso viele abgeklärte Assists, bei denen man sich fragt, woher der das in so jungen Jahren schon hat. Ich könnte auch auf die negativen Dinge eingehen, die ich gesehen habe, die Sorgen, die ich mir mache und die Schwächen, die es noch abzustellen gilt. Aber das ist nicht meine Absicht – wer lesen mag, welche Sorgen ich mir mache und wie wenig ich dem Braten oft traue, der kann gerne in meinem Saisontagebuch stöbern, wo ich spieltagsaktuell deutlich kritischer und deutlich nervöser bin als jetzt im Rückblick. Jetzt, zur Pause, mag ich das Positive betrachten und daraus Zuversicht für die Rückrunde schöpfen. 7 Punkte bis zum Klassenerhalt, 20 bis Europa. 19 Tage bis zum nächsten Spiel. Ich freu mich jetzt schon drauf.

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Zahlenspielereien

In einem Artikel – ich glaube es war im Spiegel Online – las ich dieser Tage eine gar verblüffende Argumentation, die mich mächtig schmunzeln ließ. Sie ging in etwa so: die Borussia habe (unter anderem) deshalb so eine tolle Heimserie hingelegt, weil die Gegner zu Hause so leichte waren, während die Mannschaft auswärts hingegen schwach und nicht mutig genug aufgetreten sei (der Verweis auf die Stärke der Gegner fehlte hier). Rechne man dies nun auf die Rückrunde hoch, ergebe sich daraus ein Programm mit ungleich schwereren Gegnern zu Hause, gepaart (natürlich) mit der gleichen Auswärtsschwäche, an der man dringend arbeiten müsse.

Ungeachtet dessen, dass man leicht einen Knoten ins Hirn bekommt, wenn man versucht, dieser Logik zu folgen, knüpfte die Argumentation doch an eine Tatsache an – dass nämlich unsere Heimgegner tatsächlich eher vom unteren Ende der Hinrundentabelle kamen, während wir alle Top-Clubs auswärts schon hinter uns haben.

Und weil ich zum einen gerne mit Zahlen spiele und zum anderen selbige gerne in Grafiken darstelle, wollte ich mir doch einmal visualisieren, wie einfach denn nun tatsächlich unsere Heimspiele im Vergleich zu den anderen Clubs der Liga waren.

Ein halbes Dutzend Formeln und Diagramme später kam ich mit dieser Darstellung heraus, die es meiner Ansicht nach ganz hübsch auf den Punkt bringt.

Heimspiele2018Auf der horizontalen Achse sind die Punktzahlen abgetragen, die die Heimgegner am Ende der Hinrunde gesammelt hatten. Wir stehen ganz links, unsere Heimgegner haben es in der Hinrunde im Schnitt auf 18 Punkte gebracht. Man sieht schnell, das ist deutlich unterhalb des Durchschnitts (23,3), wir hatten also tatsächlich die „einfachsten“ Heimspiele. Vergleichbar ist nur noch RB Leipzig, die ähnlich schwache Gegner hatten (19,1 Punkte).

Man könnte also schlussfolgern, dass es wohl keine Kunst war, zu Hause so erfolgreich zu spielen. Man kann natürlich auch schlussfolgern, dass alle diese Gegner mehr Punkte hätten, wenn sie gegen uns was gerissen hätten. Haben sie aber nicht. Oder man kann schlussfolgern, dass wir uns – Stand jetzt – auf außergewöhnlich „einfache“ Auswärtsspiele in der Rückrunde freuen dürfen. Das klingt doch vielversprechend.

Auf der vertikalen Achse sind die Durchschnittspunkte abgetragen, die alle Teams in ihren Heimspielen geholt haben. Wir stehen ganz oben mit der Maximalausbeute von 3 (in Worten: DREI) Punkten pro Heimspiel. Leipzig hat ebenfalls viel herausgeholt mit 2,6 Punkten pro Heimspiel. Bemerkenswert hier ist Dortmund im oberen rechten Quadranten. Ihre Gegner zu Hause waren überdurchschnittlich schwierig, dennoch haben sie mit 2,8 Punkten phänomenal abgeschnitten. Aber nun ja, um herauszufinden, dass Dortmund eine brilliante Hinrunde gespielt hat, braucht es keine Grafik.

Ein bisschen Sorgen bereitet mir der „Club“ in dieser Grafik. Sie hatten das drittleichteste Heimprogramm, mit Stuttgart, Hannover und Düsseldorf hatten sie schon drei direkte Gegner aus der Abstiegszone zu Gast. Daraus die drittschlechteste Punktausbeute zu holen, lässt nichts Gutes erwarten.

Ebenfalls bemerkenswert finde ich auch den VfL Wolfsburg, der das schwierigste Heimprogramm hatte. Die aktuellen Top 4 der Liga waren schon zu Gast. Daraus mit einer knapp durchschnittlichen Heimpunktzahl von 1,3 hervorzugehen, muss man auch erst mal schaffen.

Für die Auswärtsspiele ergibt sich eine leicht, aber nicht ganz spiegelbildliche Grafik, in der man sieht, dass Leipzig und wir uns ähnlich mittelmäßig gegen schwere Auswärtsgegner geschlagen haben, während der FCN das schwerste Programm hatte und entsprechend untergegangen ist. Die beste Bilanz hier hat der FC Bayern. Vermutlich weil er noch nicht auswärts gegen uns ran musste.

Auswärtsspiele2018Das Fazit? Ja, unsere Heimspiele waren leicht in der Hinrunde, aber unsere Bilanz bleibt überragend. Und am Ende der Saison werden wir gegen jedes Team einmal daheim und einmal auswärts gespielt haben. Der Spielplan wird nicht schuld sein, wenn es für Europa nicht reicht.

Plötzlich Prinzessin (Spieltag 17)

Plötzlich Prinzessin (Spieltag 17)

Ich hatte mir letzte Woche vorgenommen, das Spiel heute zu ignorieren, aber ach, man lässt mich nicht. Erster gegen Zweiten, Borussia gegen Borussia, Spitzenspiel, Freitagabend, keine Gegenveranstaltung, Free TV. Mehr Scheinwerfer geht nicht.

Ich merke aber, je mehr Spannung und Vorfreude sich aufbauen in der Twitter-Timeline, desto unruhiger werde ich. Ich fühle mich letzten Endes immer noch ein bisschen wie in einer Romantic Comedy, in der das Aschenputtel aus heiterem Himmel ins Rampenlicht gezerrt wird. Medien und neutrale Beobachter sprechen vom Spitzenspiel, erhoffen sich ein tolles Match und erwarten, dass wir den Dortmundern eine Show liefern. Derweil klappere ich mit den Zähnen, kaue Fingernägel und hoffe, dass wir nicht mit einer Niederlage im Wimbledon-Erstrunden-Format rausgehen.

Zwei Gründe sind vermutlich verantwortlich dafür, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass wir auf Augenhöhe mit dem BVB agieren werden:

Zum einen habe ich, da wir kein Pay-TV mehr haben, in dieser Saison noch kein einziges Spiel des BVB gesehen. Kurze Ausschnitte in der Sportschau, wenn ich dazu kam, waren alles und auch da war ich nicht besonders aufmerksam. Die Mannschaft ist also ein Phantom für mich, eine große Unbekannte, von der ich nur ihre Bilanz auf dem Papier und die ein oder andere schwärmerische Spielanalyse aus Zeitungen und Podcasts kenne. Eine gute Basis, um sie sich zum Angstgegner hochzureden.

Zum anderen traue ich eben auch bei uns dem Braten noch nicht so ganz. Wie zum Teufel sind wir da hingeraten, auf diesen zweiten Tabellenplatz? 33 Punkte nach 16 Spielen – das sind mehr als 2 pro Spiel, wie kommt es, dass ich mich dann an so viele Niederlagen und schlechte Spiele erinnere? Sind wir so gut? Hatten wir Glück? Waren wir souverän? Oder nur endlich mal verletzungsfrei(er)? Nun ja, Letzteres ist ja jetzt auch vorbei, ein Grund mehr, mich wieder dem Pessimismus hinzugeben, den ich diese Saison nicht aus den Knochen zu bekommen scheine.

Für die Weihnachtstage habe ich mir vorgenommen, wieder ein kleines Hinrundenfazit zu schreiben, diesmal in Form meiner persönlichen Highlights – Momente, in denen es mir in dieser Saison richtig gut ging. Ich glaube, das ist genau die richtige Medizin gegen diesen fußballerischen Winterblues.

Ob das heutige Spiel dann auch auf der Highlight-Liste auftauchen wird? Warten wir es ab.

 

Autsch! (Spieltag 15)

Der Fußballgott hat uns einen Punkt geschenkt und dafür zwei Verletzungsopfer gefordert. Das war es natürlich nicht wert, aber eine der Eigenschaften, die Götter kennzeichnen, ist eben, dass sie uns nicht fragen, was wir wollen.

Da stehen wir jetzt also, mit einer doch wieder beachtlichen Verletztenliste und müssen schauen, dass wir uns erstmal in die Winterpause retten. Mein eigenes leise formuliertes Ziel für die letzten drei Spiele waren vier Punkte. Einen davon haben wir – ich werde heute drei Kerzen anzünden, um das zu feiern. Die anderen drei müssen also am Dienstag her, denn auf einen Punkt in Dortmund setzt wohl keiner, der einen klaren Verstand und ein gutes Gedächtnis hat „Autsch! (Spieltag 15)“ weiterlesen

Eine Frage der Perspektive (Spieltag 14)

Eine Frage der Perspektive (Spieltag 14)

Ich schätze, für mich besteht der Unterschied zwischen dem Düsseldorf- und dem Stuttgart-Spiel wohl nur in meiner persönlichen Nutzungssituation. Gegen die Fortuna hatte ich – wörtlich wie bildlich zähneklappernd – auf der Tribüne gesessen und vor mich hingeknüttert angesichts des zähen Spiels und des schwer zu bespielenden Gegners. Das hängt einerseits damit zusammen, dass ich im Stadion noch einmal klarer erkenne, was alles nicht funktioniert, aber auch damit, dass ich mit dem Livebild vor Augen nervöser bin und mich mehr vor dem einen schnellen Konter, der einen gelungenen Standardsituation fürchte. Zuschauertyp „Schisser“. „Eine Frage der Perspektive (Spieltag 14)“ weiterlesen

Endlich zufrieden (Spieltag 12)

Das nächste Heimspiel und gleich wieder hatte ich die Möglichkeit, das Spiel im Stadion anzuschauen. Was ein Glück. So konnte ich mich aus der gewohnten Perspektive auf der Osttribüne weiter mit der Frage beschäftigen, wo wir denn nun aktuell stehen und wie gut wir spielen. Und nachdem meine regelmäßigen Einträge ins Saisontagebuch zuletzt schon ins Miesepetrige abzudriften drohten, kann ich nun endlich mal sagen, dass ich aus vollem Herzen zufrieden bin mit diesem Spiel. „Endlich zufrieden (Spieltag 12)“ weiterlesen

Harte Kost (Spieltag 10)

Als ich das erste Mal auf die Uhr sah, wie lange es noch bis zur Halbzeit ist, war die erste halbe Stunde noch nicht vorbei. Da schmerzten mir bereits der Kopf vom Spiel, der Hals vom Geschrei und der Kiefer vom Zähneknirschen.

Es war nicht mein bester Tag und auch nicht der beste Tag der Borussia. Ich war nervös und verunsichert nach der Pokalklatsche und auch immer noch pessimistisch von der Niederlage gegen Freiburg. Die Mannschaft war angespannt, entschlossen vielleicht, aber definitiv nicht frei im Kopf. Fortuna war ebenfalls entschlossen und brachte, zumindest in Halbzeit 1, auch alles mit, um uns das Leben schwer zu machen. Und so entwickelte sich genau das zähe Spiel, das ich so ungern sehe und bei dem ich mich meist mehr auf das Negative konzentriere als auf die gelungenen Aktionen. „Harte Kost (Spieltag 10)“ weiterlesen