Ein Blick aufs Restprogramm

Recht hatten sie im Vollraute-Podcast, als man dort feststellte, dass das Hoffenheim-Spiel tatsächlich wieder Lust aufs Restprogramm gemacht hat. Ich mache mir zwar keine Gedanken um [hier dramatische Musik einfügen] Europa, aber die Aussicht, vielleicht noch mehr solcher unterhaltsamen Spiele sehen zu können (das nächste Mal vielleicht mit besserem Ausgang), stimmt mich doch optimistisch für den Rest der Saison. „Ein Blick aufs Restprogramm“ weiterlesen

Hinterm Berg ist sehr viel Raum (#twitterfasten Woche X)

Ob es gut läuft mit dem Fasten, merke ich daran, wie sehr ich mich noch darauf konzentrieren muss. Wenn es gut läuft, ist es ganz einfach. Aktuell ist es einfach. Mein Tagesablauf hat sich neu strukturiert, und ich muss mich nur noch selten bewusst davon abhalten, zum Handy zu greifen und irgendetwas kundzutun, was ich gerade für besonders teilenswert halte. Ich würde sagen, ich bin über’n Berg. Ich zähle auch nicht mehr die Tage oder Wochen, weder die seit dem Start noch die bis zum Ende. Ich vermute, dies wird auch der letzte Blogpost zum Thema sein, denn es fiel mir extrem schwer, mich hierzu zu motivieren. Dieses Twitter ist mir zur Zeit ein wenig fremd, ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu schreiben soll.


Letzte Woche habe ich in einer Zeitschrift geblättert und einen Artikel gelesen, vom Anfang bis zum Ende, jedes Wort, einfach so, ohne mich mühsam sammeln und fokussieren zu müssen. Am Ende des Artikels fiel mir auf, wie leicht mir das gefallen war, und ich dachte spontan „Ach, ganz wie früher.“ Eine Veränderung, die Twitter in mein Leben gebracht hat, die mich ganz besonders stört, mehr noch vielleicht als Empörungskaskaden und Echokammern, ist die verminderte Fähigkeit, mich auf einen Text zu konzentrieren, der mehr als 140 Zeichen lang ist. Peu a peu ist mit der Zeit meine Geduld mit langen Sätzen und umständlichen Erzählungen gesunken. Ich hüpfe nur noch durch Artikel, lese ganze Bücher diagonal und hatte zuletzt sogar Schwierigkeiten, die neuen 280-Zeichen-Tweets zu Ende zu lesen. „Hinterm Berg ist sehr viel Raum (#twitterfasten Woche X)“ weiterlesen

To absent friends (#twitterfasten Woche 3)

Einer von vielen Gedanken, die mich dazu bewegten, in diesem Jahr während der Fastenzeit auf Twitter zu verzichten, war der, dass ich die freiwerdende kreative Energie vielleicht ins Bloggen umleiten könnte. Und über was ließe sich in dieser Zeit besser bloggen als über das Twitterfasten? Ich versuche – vielleicht wöchentlich, vielleicht aber auch ohne Rhythmus – aufzuschreiben, welche Gedanken mich umtreiben, welche Erkenntnisse ich gewinne und wie es mir geht ohne diesen sonst so großen Teil meines Alltags.


„Hast du was von X gelesen?“

„Weißt du, ob es Y besser geht? Ich mache mir etwas Sorgen.“

„Was ist eigentlich aus dem Jobangebot von Z geworden?“

Es beginnt die Zeit, in der ich nicht nur froh bin, dass der beste Ehemann von allen einen Twitteraccount hat, sondern vor allem auch, dass er sich dem Twitterfasten nicht angeschlossen hat. So kann ich ihn ab und zu ausfragen, wie die Stimmung in unserer gemeinsamen Filterblase ist.

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